Gespräch und Information für Eltern

Unsere Kinder: Sicher, stark und selbstbewusst
Gewaltprävention: Was ist noch zu tun?

Termin: Donnerstag, 12.02.2004, 20.00 Uhr, Aula Hauptschule Overath
Referentin: Katrin Fassin, Präventionsfachkraft, Dt. Kinderschutzbund Rhein. Berg. Kreis e.V.

Viele Kinder sind bei uns im Verein, weil ihre Eltern sich wünschen, dass sie durch unser Training sicher, stark und selbstbewusst werden. Wir tun unser Bestes! Mit Karate wird oft assoziiert, sich gegen Gefahren und gewalttätige Übergriffe zur Wehr setzen zu können. Ganz so einfach ist das aber nicht!

Wenn es um die Frage geht, wie Mädchen und Jungen vor Gewalt geschützt werden können, so ist vor dem Hintergrund von teilweise wenig seriösen Informationen und medialer Skandalisierung, die Furcht um die Sicherheit der Kinder und auch die eigene Unsicherheit groß. Von daher ist die Nachfrage nach „Selbstverteidigung" sehr hoch.

Die Erwartung an Kampfsport ist, dass sich Mädchen und Jungen mit einigen sportlichen Techniken gegen mögliche Angreifer zur Wehr setzen lernen. Häufig heißt der Auftrag: „Sie sollen durch den Kurs selbstbewusster werden!". Sicher wird dieses Ziel auch angestrebt. Es besteht jedoch die Gefahr, dass dann die Verantwortung für die Sicherheit und den Schutz der Kinder diesen selbst zugeschoben wird.

Starke Kinder brauchen aber auch starke Erwachsene, die sie im Alltag begleiten. Gerade im jungen Alter sind die erwachsenen Bezugspersonen die wichtigsten AnsprechpartnerInnen in der Präventionsarbeit. Die Verantwortung für den Schutz der Mädchen und Jungen liegt bei den beteiligten Erwachsenen (Eltern, Verwandte, LehrerInnen, PädagogInnen, ÄrztInnen, usw.).

Das Recht sich zu wehren und sich Hilfe zu holen, muss den Kindern hauptsächlich im alltäglichen Leben zu Hause, in der Schule oder beim Sport vermittelt werden. Hier brauchen sie die Erfahrung, dass es richtig ist, die eigenen Grenzen wahrzunehmen und im Ernstfall zu verteidigen.

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