Am 29.04. wurde die Bergische 50 zum dritten Mal veranstaltet. 50 km durch das herrliche Bergische Land. Und weil das Bergische Land viele Berge hat, führte die Strecke über 1.200 Höhenmeter.

Hier wollte ich schauen was mein Körper nach dem kräftezehrenden Marathon vor einer Woche noch so zu bieten hat. Bei diesmal kühlen 7 Grad ging es morgens auf die Strecke. Es sollte im weiteren Tagesverlauf bis zu 16 -18 Grad werden. Dazu hat es auch noch ein bischen Regen zum Start und zwischendurch gegeben. Für mich waren das alles optimale Voraussetzungen.

Ich konnte also gut mit einem 6er-Schnitt anlaufen. DIe ersten Hügel bin auch noch gelaufen, aber bei den richtigen Bergen bin ich vorsichtshalber schnell gegangen.So konnte ich die ersten 10 km in 1:02h wirklich gut bewältigen. Dabei habe ich Michael kennen gelernt. Super, wenn man so früh jemanden findet, der das gleiche Tempo läuft. Wir sind dann gemütlich die nächsten 15 Kilometer gemeinsam gelaufen. Und wenn wir uns in Herrenstrunden nicht verlaufen hätten, hätten wir uns ca. 1,5 km sparen können. Bei 25 km gab es die große Verpflegungsstation bei der ich gut zugelangt habe, denn man verbraucht ja einiges bei einem so langen Lauf (meine App sagt 4.770 kcal). Nach den ersten 25 km (für uns eigentlich schon knapp 27 km) standen 3:05h auf der Uhr (inkl. der Mahlzeit am Verpflegungspunkt, was mich 8 Minuten gekostet hat, aber das war es wert).

Die zweiten 25 km waren von vielen Bergaufpassagen gekennzeichnet und mir fiel jeder Berg schwerer. Michael hatte auch eine kleine Schwächephase, so dass ich mich etwas abgesetzt hatte. Dann kam km 43. Dort hatte ich mich mit Tatjana verabredet, weil es nur ein paar hundert Meter von der Kohlgrube entfernt war. Ich kann Euch gar nicht sagen wie froh ich war Tatjana zu sehen, ich hatte schon 45 km in den Beinen und Tatjana stand da einfach, um mich mit einem Kuss auf die letzten 7 Kilometer zu schicken. Da bleibt man gerne etwas länger stehen.

Ab dem Treffpunkt konnte Michael wieder aufschließen, so dass wir die letzten Kilometer gemeinsam angehen konnten. Da es noch einige sehr schwierige Passagen gab (z.B. der Treppenaufgang hinter der Grundschule Kürten), war ich froh für die Unterstützung. So sind wir bei 6:34 gemeinsam über die Ziellinie gelaufen.

Damit habe ich die drei großen Läufe in 6 Wochen geschafft. Jetzt steht erstmal Regeneration an. Wenigstens bis Mittwoch, dann sehen wir uns in der Halle.

So sehe ich aus, wenn ich nach 45 km Tatjana seheBergische 50 4

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